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Service Solutions

Mamadou über seine Karriere bei Bosch und den Neuanfang auf den Philippinen

Interview mit Mamadou, Leiter Bosch Service Solutions Philippinen

Mamadou vor einem Wandbild, schaut in die Kamera

Mamadou startete 2008 als Student im Kundenservice für Tickets bei Bosch Service Solutions in Magdeburg. Nach drei Jahren wurde er Operations Manager und wechselte 2013 in gleicher Funktion zum Team für eine führende deutsche Airline. Dort war er später als Global Operations Manager und zuletzt als Global Key Account Manager tätig. Im Februar 2020 übernahm Mamadou die Standortleitung in Manila auf den Philippinen.

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Mamadou, wie war der Start für Dich und Deine Familie in Manila?

Das war schon alles sehr aufregend. Ein neues Land, eine andere Kultur und die Verantwortung als Standortleiter. Ich habe mich sehr auf die neue Aufgabe und auf Manila gefreut. Der Empfang war auch überaus herzlich. Das Einleben und die Einarbeitung geht natürlich nicht von heute auf morgen und bringt auf Grund der aktuellen Restriktionen durch Corona auch große Herausforderungen mit sich. Aber ich nehme diese gerne an.

Gibt es kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den Philippinen?

Ja, natürlich gibt es Unterschiede. Zum Beispiel in der Kommunikation. In Magdeburg bekam ich von den Mitarbeitern direkte Rückmeldungen, auch in Form von Kritik. In Manila sind die meisten Mitarbeiter sehr zurückhaltend. Ich versuche sie davon zu überzeugen, dass konstruktives Feedback hilft, um unser Business zu verbessern. Was mir hier sehr gut gefällt: das starke Gemeinschaftsgefühl unter den Mitarbeitern. Ich finde das sehr motivierend.

„Was mir hier sehr gut gefällt: das starke Gemeinschaftsgefühl unter den Mitarbeitern."

Musstest du lange nachdenken, als du das Angebot aus Manila bekommen hast?

Eigentlich nicht, denn ich habe ja auf eine Position als Standortleiter jahrelang gezielt hingearbeitet. Für mich persönlich ist der Wechsel in eine andere Stadt oder Land auch kein Problem. Als Kind bin ich mit meiner Familie sehr oft umgezogen und ich habe bereits vier Jahre in Mali gelebt. Für meine Frau war die Entscheidung schon etwas schwieriger und wir haben viel darüber gesprochen. Mir ist es sehr wichtig, dass sich meine Familie hier in Manila ebenfalls wohlfühlt.

Was ist der Schlüssel zu deiner erfolgreichen Karriere?

Leidenschaft und Ehrgeiz. Auch meine Sprachkenntnisse Englisch und Französisch waren hilfreich. Und es gehört natürlich auch immer ein bisschen Glück dazu. Mir hat es sehr geholfen, dass ich unser Business von der Pieke auf gelernt habe und mich Schritt für Schritt weiterentwickeln konnte. Es hilft auch, von Großem zu träumen, aber stets mit einem gesunden Realismus. Ich hatte schon früh Positionen im Auge, bei denen dann klar wurde, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht so weit war. Darum ist es wichtig, Geduld zu haben und seinen Weg konsequent weiterzuverfolgen. Auch wenn es mal nicht wie gewünscht läuft.

Wie seid ihr mit dem plötzlichen Corona-Lockdown in Manila umgegangen?

Das war natürlich erstmal ein Schock. Innerhalb weniger Tage befand sich die Hauptstadt im absoluten Ausnahmezustand. Die Situation war für alle neu und ich war ja auch noch ganz neu in meiner Position als Standortleiter. Wir mussten uns gemeinsam an die neuen Umstände gewöhnen und sind dadurch aber auch schnell zusammengewachsen. Alle Mitarbeiter hier haben Außergewöhnliches geleistet. Teilweise ging es so weit, dass sie ihre Monitore auf dem Fahrrad nach Hause transportiert haben, um von dort arbeiten zu können.

Welche langfristigen Veränderungen können sich aus der Krise ergeben?

Ich gehe davon aus, dass wir zukünftig flexiblere Arbeitsmodelle haben werden. Unseren Kunden haben wir in der Krise bewiesen, dass wir schnell reagieren und auch aus dem Homeoffice heraus die gewohnte Leistung bringen. Dadurch ist die Akzeptanz für neue Arbeitsmodelle deutlich gestiegen. Die größten Pluspunkte bei der Arbeit am heimischen Schreibtisch sehe ich in der flexibleren Zeiteinteilung und Zeitersparnis für die Mitarbeiter. Das freut mich vor allem für diejenigen, die einen langen Arbeitsweg auf sich nehmen müssen - manchmal bis zu 2 Stunden.

Du bist jetzt seit zwölf Jahren bei Bosch Service Solutions. Was gefällt dir am Unternehmen?

Ich schätze es sehr, dass mein etwas ungewöhnlicher Karriereweg möglich war. Ich habe ja als Student angefangen und sofort gemerkt, dass mir die Arbeit sehr viel Spaß macht und ich mich hier weiterentwickeln kann. Jetzt habe ich es zum Standortleiter gebracht, worauf ich sehr stolz bin. Und das, obwohl ich mein Studium dann am Ende gar nicht mehr abgeschlossen habe. Mir gefällt auch, dass Service Solutions Teil des Bosch-Konzerns ist, dass Sicherheit und Stabilität gibt. Gleichzeitig sind wir in unserem Bereich aber auch agil und flexibel. Diese Kombination finde ich toll und ist unser Schlüssel zum Erfolg.

Was sind deine Ziele in Manila?

Wir möchten weiter erfolgreich und profitabel wachsen. Dabei wollen wir unsere Position als hauptsächlich englischsprachiges Service Center im Verbund unseres Bereichs festigen und unsere Fähigkeiten im Bereich Service Design und Automatisierung weiter ausbauen. In den kommenden Monaten werde ich zusammen mit dem Team eine entsprechende Strategie entwickeln.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich habe früher viel Mannschaftsport, vor allem Basketball und Fußball gespielt. Heute fehlt mir dafür leider die Zeit. Ansonsten spiele ich gerne Gitarre oder gehe Angeln. Ich kenne den Standort in Manila ja schon länger von meinen Geschäftsreisen. Daher kenne ich im Umkreis einige schöne Seen zum Angeln. Das ist für mich der ideale Ausgleich, um Stress abzubauen.

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